DER HEILKRÄUTERGARTEN IM KRANZBACH und wie man Kräutertinktur (Aqua mirabilis) selber macht

Dieses Gefühl der tiefen inneren Ruhe beginnt tatsächlich schon in dem Moment, wenn man auf die lange, gerade Auffahrt einbiegt.

Wenn es sich nicht schon vorher auf den waldigen Serpentinen der kleinen,

privaten Mautstraße entlang des Kranzbaches eingestellt hat.

Und es klingt auch lange, lange nachdem man schon wieder zu Hause ist, nach.

Es ist einer dieser ganz besonderen Orte, die mich erden.

Komplett runterkommen und tief durchatmen.

Kompromisslose Bergluft und Heublumenduft.

Schon alleine der Blick auf dieses alte, englische Schloß am Fuße der Zugspitze ist außerordentlich, fast schon skurril. Auf einer über 130.000 Quadratmeter großen Bergwiese, von Almen und Wäldern umgeben, ließ die Engländerin Mary Portmann 1913 dieses ehrwürdige Gebäude im Geiste der britischen "Arts and Crafts"-Bewegung als Rückzugsort für Musiker- und Künstlerfreunde bei Garmisch erbauen.

Alleinstehend, Berge wohin das Auge reicht, das Karwendelmassiv direkt vor der Nase.

Der Kräutergarten

Und nebst Wiesen, Barfußpfaden und Waldduft, gibt es jetzt auch noch diesen Kräutergarten.

Um die 140, zum Teil seltene Heilkräuter, Küchenkräuter und Naschpflanzen sowie über 200 Rosen und Sommerblumen wachsen hier geschützt zwischen den Gebäuden - auf der Tiefgarage. Für tiefwurzelnde Kräuter, Heil- und Gemüsepflanzen wurde ein langes Hochbeet errichtet.

Die Kräuter und Blüten werden direkt von Küche und Spa verwertet. Und selbstverständlich sind die Gäste des Hotels willkommen, an den Hochbeeten das junge, frische Gemüse zu naschen.