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FÜR EINE GRANDIOSE FRÜHLINGSSHOW: Runter von der Couch und jetzt Blumenzwiebeln pflanzen!


Heute herbstlich, regnerisch, grau und kalt. Morgen wieder blauer Himmel, fast warme Sonnenstrahlen und den Nachmittagskaffee eingemummelt im Garten trinken. Der Garten dreht nochmal so richtig auf - bunte Blätter, leuchtende Dahlien, Astern, Herbstanemonen, Hagebutten und die letzten Rosen.

Zugegebenermaßen ist es wirklich schwer, jetzt schon wieder seiner Zeit vorauszueilen (wir wollen doch immer IM MOMENT sein) und sich mit dem Frühling zu beschäftigen (besonders, wenn man kopfschüttelnd ja gerade erst wieder über die Lebkuchen zur Supermarktkasse klettert).

Der Herbst flüstert uns beharrlich ins Ohr, dass es Zeit ist, sich einzuigeln.

Aber HALT! Schlagt ihm ein Schnippchen!

Bevor es zu gemütlich wird, schicke ich Euch nochmal in den Garten - und ich verspreche Euch, Ihr werdet es mir in ein paar Monaten sooooo danken (jaaaa, ich erwarte Eure Mails!!!).

Wenn dann nämlich kleine grüne Köpfchen aus der tristen Erde im kahlen Garten schauen und sich gegen das Grau-in-Grau des Himmels behaupten (jetzt verstehe ich, warum Grün die Farbe der Hoffnung ist!!!), dann werdet Ihr wissen, dass es jede Mühe wert war. Und auch hier gilt - nicht kleckern, sondern klotzen für geballte Freude!


Dazu müsst Ihr aber jetzt noch einmal Erde unter die Fingernägel kriegen und fleißig Blumenzwiebeln setzen. Ob ins Beet oder in den Topf (siehe Infos!) ist Euch überlassen.

Hier habe ich die wichtigsten Fakten für Euch.

1. SETZEN VON BLUMENZWIEBELN

Jetzt (Oktober und November) ist es an der Zeit (Ihr könnt aber auch bis in den Dezember pflanzen, vorausgesetzt der Boden ist nicht gefroren).

Die Zwiebeln dürfen nicht zu früh in die Erde. Idealerweise sollte der Boden schon kühl sein und auch die Lufttemperaturen sollten die kalte Jahreszeit ankündigen. Erst dann nämlich setzt das Wurzelwachstum ein und Ihr reduziert das Risiko, dass die Zwiebeln in der Erde verfaulen. Und die Kälte gibt ihnen das Signal, sich auf den nächsten Frühling vorzubereiten.

Als Faustregel gilt: Die Pflanztiefe sollte zwei- bis dreimal die Zwiebelgröße sein. Aber macht Euch da nicht zu viel Stress. Die Zwiebeln sind schlau und haben "Zugwurzeln", die die Tiefe auch in beide Richtungen ausgleichen können. Als Richtwert könnt Ihr Euch auch dreimal die Zwiebelgröße als Pflanzabstand merken.

Am besten in lockeren, humosen Boden - falls Ihr schweren Lehmboden habt, mischt ein bisschen Sand unter. Ganz wichtig ist es, Staunässe zu vermeiden. Idealerweise arbeitet Ihr ein bisschen Kompost oder organischen Dünger mit ein.

Spitze nach oben, Rundes nach unten.


PINK TREASURE – Wenn Du sie im Frühling auch in Deinem Garten haben willst, klicke HIER.


Zwei wichtige Gedanken:

Denkt dran, dass Blumenzwiebeln sich für das nächste Jahr die Nährstoffe aus den Blättern holen müssen. Daher die Blätter immer vollständig verwelken lassen (im Gegensatz zur Blüte, die kann gerne abgeschnitten werden, damit die Pflanze sich die kräftezehrende Energie der Samenbildung spart und lieber in die Zwiebel steckt). Was aber dazu führt, dass es nicht unbedingt schön aussieht. Also: So pflanzen, dass erwachende Stauden das Unschöne durch ihre neuen, frischen Blätter verdecken. Bei mir erledigen Akeleien, Pfingstrosen und Katzenminze diesen Job.

Schöner sieht es aus, wenn nicht zu regelmäßig gepflanzt wird. Idealerweise in ungeraden Gruppen. Und damit es ganz natürlich aussieht (zum Beispiel für Frühlingswiesen), die Zwiebeln einfach werfen und da einpflanzen, wo sie landen.


Tulpe "Katinka"


2. PFLEGE VON BLUMENZWIEBELN

Ob Schneeglöckchen, Krokusse, Narzissen, Hyazinthen, Tulpen, Kaiserkronen, Zierlauch – das ist natürlich Geschmacksache. Ich persönlich freue mich immer über die allerersten Frühlingsboten wie Schneeglöckchen und Krokusse, um dann die unglaubliche Vielfalt und Pracht von Narzissen und Tulpen zu bejubeln.

Und schaut mal - inzwischen gibt es soooo schöne Narzissen - es muss also nicht immer die klassische Osterglocke sein.


Auch mal in weiß: Narzisse "Acropolis"


Blumenzwiebeln sind ziemlich pflegeleicht. Wenn sie mal im Boden sind, kümmern sie sich bis nach der Blüte komplett um sich selbst. Die meisten kommen auch jedes Jahr brav wieder und/oder vermehren sich, wenn sie sich wohlfühlen. Über ein bisschen Nahrung im Frühling (dann wenn die ersten Blätter austreiben) freuen sie sich und belohnen es mit kraftvollen Blüten. Ein Bio-Langzeitdünger bietet sich hier an.

Je spektakulärer eine Tulpe ist, zum Beispiel gefranste Tulpen oder Papageientulpen, desto unwahrscheinlicher ist es leider, dass sie Euch wirklich viele Jahre begleiten wird. Viele Tulpen bilden nur eine große blühende Zwiebel aus. Der Rest sind dann kleinere Brutzwiebeln, die dann einige Jahre brauchen, um zu blühfähigen Blumen zu werden. Daher werden sie meist von Jahr zu Jahr kleiner und verschwinden irgendwann ganz. Am besten stockt man jedes Jahr ein paar Tulpenzwiebeln auf.


Eine bezaubernde Mischung – 50 Blumenzwiebeln im Cottage Garden Mix



3. STANDORT

Wenn Ihr auf der Suche nach dem richtigen Standort seid, sucht Euch lieber ein sonniges als ein schattiges Plätzchen aus. Aber! Da die meisten Frühlingsblüher schon vor den ersten Blättern an den Bäumen blühen, können durchaus auch Standorte in Frage kommen, die im Sommer durch dichte Blätterdächer schattig sind. Ob mitten im Rasen, im Beet oder im Topf ist Platz- und Geschmacksache.



4. DER FEIND IN MEINEM BEET

Leider sind Blumenzwiebeln (besonders Tulpen) ein absoluter Winter-Wühlmaus-Lieblingsschmaus (das musste ich nach dem Pflanzen von 800 Zwiebeln vor einigen Jahren sehr leidvoll feststellen - der Hunger dieser kleinen Nager war maßlos). Um diese Enttäuschung zu vermeiden, legt die Erdmulde mit einem engmaschigen Draht großzügig aus, pflanzt in Pflanzschalen oder gleich in den Topf. Oder pflanzt Kaiserkronen! Die werden nicht nur verschmäht, sondern vertreiben auch die Plagegeister.


Auch außergewöhnlich Kaiserkronen habe ich für Dich – mal nicht in gelb oder orange. Interessiert? Dann klicke HIER. Und Wühlmäuse lassen sie links liegen.


5. BLUMENZWIEBELN IM TOPF

Dieses Jahr kommen bei mir die meisten Zwiebeln in Töpfe. Ich werde diese dann im Frühling einfach ins Beet stellen (Ausgetrickst, Wühlmaus!) Ein paar Dinge sind zu beachten, damit die Freude groß ist.

  • Je größer der Topf, desto glücklicher die Zwiebeln. Und Tontöpfe sind besser als Plastiktöpfe (optisch immer!), da hier die Feuchtigkeit besser entweichen kann und die Gefahr der Staunässe kleiner ist als in Kunststoff.

  • Unbedingt darauf achten, dass das Wasser abfließen kann. Eine gute Drainage durch z.B. Tonscherben oder Kieselsteine ist sehr wichtig. Ihr könnt die Töpfe auf Füße stellen, das vermeidet auch Frost von unten. Der ultimative Tipp von Claus Dalby: Zwiebeln setzen, einmal gießen, dann abdecken. Erst im Frühling, wenn die ersten Triebe rausschauen, kann die Abdeckung entfernt werden und gewässert werden.

  • Ein bisschen Sand unter der Zwiebel vermeidet Fäule.

  • Idealerweise habt Ihr einen Ort, wo die Töpfe über den "richtigen" Winter kalt und geschützt stehen. Gewächshaus, Garage oder Gartenhäuschen. Wenn einmal angegoßen wurde, brauchen die Zwiebeln eigentlich kein Wasser mehr bis zum Frühling. Ideal ist es auch, die Töpfe in den herbstlichen Blätterhaufen einzugraben. Komplettes Durchfrieren gilt es zu vermeiden.


Taiwan wächst auch wunderbar im Topf.


Klicke einfach auf die Bilder, um zu den Zwiebelschätzen zu gelangen!




P.S. Und falls Du noch nach dem perfekten Buddel-Gartenhelfer suchst hab ich hier genau das richtige für Dich:



Und jetzt: Einkuscheln, Tee trinken und voller Vorfreude abwarten.


Fotos: Janina Laszlo, FAM, Florapress, Seila Malo

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