DER BAUERNGARTEN

Auch wenn ich mir den Cottage Garten auf die Stirn geschrieben habe, ganz so weit entfernt liegt er ja nicht - der Bauerngarten. Vieles haben sie gemeinsam, und eine klare Trennungslinie kann man, und muss man vielleicht auch gar nicht, ziehen.

Alter Hof mit Bauerngarten

Foto: @evelin81243_bayern

Vielleicht ist der Bauerngarten ein bisschen mehr auf tatsächliche Nutzpflanzen ausgelegt, meist eingezäunt und eher in ländlichen Gebieten zu finden. Und wenn Ihr wissen möchtet, was für mich ein Cottage Garten ist - lest einfach hier.

Nachdem aber jetzt der Bauerngarten in unseren Breitengraden doch eher der geläufigere Begriff ist (als der Cottage Garten), sollte ich auch ihn unbedingt mit einem Beitrag würdigen.

Der Bauerngarten

Eigenes Gemüse, köstliche Beeren, der Duft von Kräutern. Und natürlich der Blumenstrauß - alles auf direktem Wege vom Garten in die Küche und auf den Tisch.

Ein purer Genuss. Fast schon kindliche Freude, die Früchte seines Gartens ernten und genießen zu können.

Frau im Bauerngarten mit Karotten

Foto: Stefan Körber, Fotolia.

Ursprünglich war der Bauerngarten - wie auch der Cottage Garten - ein Nutzgarten, der von der bäuerlichen Bevölkerung angelegt wurde, um Bäuche und Speisekammern zu füllen. Eingezäunt, um Tiere davon abzuhalten, am Gemüse zu knabbern.

Auch andere Nutz- und Heilpflanzen sowie Kräuter und Färbepflanzen wurden angebaut.

Heute hat der Bauerngarten zwar nicht mehr die gleiche Bedeutung wie damals, aber er ist ein Gartenstil, der das Auge erfreut und vor allem auch dem „neuen“ Naturbewusstsein, dem Wunsch nach Ursprünglichkeit, entspricht und das Nützliche mit dem Schönen verbindet.

Mischkultur mit Schwarzkohl, Grünkohl und Zinnien

Üppig blühend und natürlich

Genau wie beim Cottage Garten gilt auch für den Bauerngarten: Er darf (soll) gerne romantisch und natürlich sein, vielleicht nicht unbedingt akkurat und ordentlich. Lieber üppig und großzügig.

Bauerngarten vor Haus mit Phlox und Sonnenblumen

Trotzdem sollte man nicht völlige Willkür walten lassen, sondern sich vorher Gedanken über Wege, Einfassungen, Zäune und Bepflanzungen machen - ein durchdachter Plan mit einem schlüssigen Konzept kann sehr hilfreich sein.

Planung: Lage, Grundriss und Begrenzung