DER RITTERSPORN

Man kommt in einem Cottage Garten oder Bauerngarten einfach nicht um ihn herum.

Sollte man meinen. Der Rittersporn verleiht selbst einem braven Garten Verwunschenheit und Romantik, und verdrängt sofort jegliche gartengestalterische Eintönigkeit.

Es gibt allerdings nur wenige Pflanzen, die mich unglücklicher machen (und wenn ich mir Eure lauten und verzweifelten Hilferufe anhöre, geht es vielen von Euch auch so).

Der Rittersporn, diese mannshohe Prachtstaude, ist anscheinend nicht ganz so einfach zu kultivieren und eine Herausforderung für viele Gartenbesitzer.

Auf der anderen Seite aber gibt es tatsächlich Gärtner, die überhaupt keine Probleme mit dieser giftigen Schönheit aus der Familie der Hahnefußgewächse haben.

Aus meiner Erfahrung meiner - schon zigfach gepflanzten - Ritterspornen lässt sich das relativ einfach auf den Punkt bringen:

Im ersten Jahr gepflanzt, im nächsten Jahr verschwunden.

Woran liegt es, dass sie des einen Freu(n)d und des anderen Leids ist?

Schnecken?

Die Sorte?

Der Standort?

Es ist also an der Zeit mich näher mit dieser Staude zu beschäftigen und zu ergründen, warum sie bei mir nicht will.

Feststellung Nummer 1:

Die Schnecken. Wenig Pflanzen üben eine stärkere Anziehungskraft auf die kleinen Schleimer aus. Was dazu führte, dass ich 2017 meinen Rittersporn kurzum zur "Opferpflanze" erklärte. Überall dort, wo ein Rittersporn stand (ich habe mir nicht mal mehr die Mühe gemacht, ihn einzupflanzen, sondern ihn im Topf in meine Beete gestellt), haben letztes Jahr alle leckersten - aus Schneckenperspektive - Pflänzchen problemlos und unverletzt überlebt.

Feststellung Nummer 2:

Die Lebensdauer des Delphinum ist abhängig von der Sorte.