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22 KLIMAHELDEN IM COTTAGE GARTEN – Blütenfülle mit trockenheitsresistenten Pflanzen

Wie wäre es denn, einen zauberhaften, blumenerfüllten Garten zu genießen, ohne sich ständig Gedanken über das Wässern machen zu müssen? In Zeiten des Klimawandels mit heißen, trockenen Sommern durchaus ein wichtiger Gedanke.

Foto: Syl Gervais

Wenn ich gefragt werde, ob ich im Sommer täglich mit Gießkanne oder Schlauch durch die Beete streife, antworte ich mit einem einfachen und ehrlichen "Nein".

Ich gieße nur Töpfe. Die Pflanzen im Beet müssen sich meistens alleine versorgen, viele können das auch problemlos. Das liegt zum einen daran, dass ich bei der Auswahl darauf geachtet habe, dass es Sorten sind, die auch mit trockneren Perioden zurechtkommen und dass ich sie dazu erzogen habe, lange und tiefe Wurzeln zu bilden (wie das geht, kannst Du mit anderen, wertvollen Tipps unten nachlesen).


Du bekommst hier eine Übersicht von 22 Pflanzen, die ich alle im Garten habe und die sehr gut mit Trockenheit klarkommen. Und ALLE sind wundervolle Pflanzen für Insekten.


1. ROSEN

Foto: Syl Gervais

Kein Cottage Garten ohne Rosen. Deswegen bin ich auch außerordentlich froh, dass Rosen Tiefwurzler sind und sich problemlos alleine versorgen können. Je größer die Rose, desto länger und tiefer gehen ihre Wurzeln.

Das können schon gut und gerne einige Meter werden.

Ein Grund mehr, sich auf Ramblerrosen zu stürzen! Ich habe meine noch nie gießen müssen.


Insektenglück: ungefüllte Blüten, jaaaa!



2. LAVENDEL

Ein oft gewählter Pflanzpartner für Rosen. Allerdings ist Lavendel nicht der ideale Beetpartner für Rosen. Diese brauchen viele Nährstoffe, Lavendel bevorzugt kargeren Boden. Nimm lieber Katzenminze oder Ziersalbei, die ich weiter unten erwähne. Aber sonst ist Lavendel ganz wunderbar und trotzt bestens der Hitze.

Insektenglück: groß!


3. WOLLZIEST (Stachys byzantina)

So kuschelig, so weich (deswegen auch Hasen- oder Eselsohr genannt) und unglaublich dekorativ. Ich liebe Wollziest. Ob als Beeteinfassung, Bodendecker oder in Kombination mit Ziersalbei, Katzenminze und zu zarten Rosen wie "Fairy" oder "Ballerina".

Seine Blüten sind nicht der wahre Grund ihn unbedingt im Garten zu haben, seine Blätter (die übrigens im Winter dranbleiben!) umso mehr. Und er ist unglaublich anspruchslos.

Insektenglück: und wie!


4. MANNSTREU (Eryngium)

Noch so ein großartiger Kandidat. Ihr ganzes Auftreten in bläulich-grünen Tönen ist bezaubernd. Auch sie (es heißt nämlich DIE "Mannstreu"!) passt großartig zum Wollziest oder auch zum klassischen Salbei. Ihre kugeligen, stacheligen Blütenköpfe halten sehr lange und eignen sich hervorragend für Trockengestecke und Kränze. Überhaupt können alle Mitglieder, die aus der (Edel-)Distelfamilie kommen, Hitze und Trockenheit gut trotzen.

Insektenglück: der Knaller!

Eryngium magical

Foto: Janina Laszlo


5. STEPPENSALBEI (Salvia nemorosa)

Foto: Syl Gervais

Grooooße Steppensalbei-Liebe im Cottage Garten.


Und warum?

Weil er unglaublich schön ist.

Weil er lange blüht.

Weil er nach einem Rückschnitt nochmal blüht.

Weil er zu eigentlich ALLEM passt.

Weil es ihn in weiß, rosa, blau und lila gibt.

Weil das allein schon die schönsten Kombinationsmöglichkeiten bietet.

Weil er vollkommen anspruchslos ist (Du merkst, ich komme in Fahrt...)

Weil er das pure Insektenglück ist.


6. PURPURSONNENHUT (Echinacea purpurea)

Leider verschwindet der Scheinsonnenhut immer recht schnell bei mir (und ich konnte auch noch nicht ergründen warum, da er eigentlich recht genügsam und ausdauernd ist), aber ich pflanze ihn trotzdem immer wieder gerne, weil er wunderschön in den Cottage Garten passt. Und dann am besten auch nicht als einzelne Staude, sondern üppig in Gruppen gepflanzt. Bezaubernd mit Verbena bonariensi, unterpflanzt mit spanischem Gänseblümchen und Schafgarbe, alle vier erfreuen uns auch mit einer ungewöhnlich langen Blütezeit. Es gibt ihn auch in weiß: Echinacea purpurea "Alba".

Insektenglück: YES YES YES!

Foto: Alexandra Lehne, Soulgarden


7. KÖNIGSKERZE (Verbascum)

Die klassische Variante (also in gelb) habe ich nicht und die kommt mir auch nicht in den Garten (wie gemein bin ich denn eigentlich?!). Gott sei Dank gibt es ja noch so wunderbare nicht-gelbe Sorten wie die violette Verbascum nigrum, die es als "Alba" auch in Weiß gibt. Ich liebe auch "Sugar Plum" und "Pink Domino". Die alte Heilpflanze kann eine eindrucksvolle Höhe von bis zu eineinhalb Meter erreichen.

Insektenglück: 100%



8. SOMMERFLIEDER (Buddleia)

Ich mag ihn immer. In rosa, lila und weiß blüht der Sommerflieder unfassbar lange, duftet unwiederstehlich gut und zieht jede Menge Schmetterlinge in den Garten. Ob als Solitär, als Hintergrund oder in kleinerer Variante auch mittig ins Beet gepflanzt, ich finde diese Pflanze ganz außerordentlich.

Insektenglück: Volle Punktzahl bei Schmetterlingen und Taubenschwänzchen.

Willst Du wissen, wo das ist? Dann schau mal HIER.


9. KATZENMINZE (Nepeta)

Wenig Aufwand – große Wirkung. Mit der blau-violett blühenden Staude kann man nichts falsch machen. Als Bodendecker oder Begleitstaude erfreut sie Mensch und Hummel (tatsächlich auch die Katze) den ganzen Sommer über mit üppiger Blüte und würzigem Duft und ist dabei anspruchslos. Pralle Sonne mag sie am liebsten, ab und zu ein wenig Wasser reicht ihr völlig.

Die Blütezeit ist von Mai bis August.

Insektenglück: ganz groß!


10. STRANDFLIEDER (Limonium)

Ein wirklich unkomplizierter und ebenso anspruchsloser Trockenheld. Der Strandflieder blüht unverdrossen von Juni bis zum ersten Frost in unterschiedlichsten Farbtönen von Weiß bis Dunkelviolett. Ideal für Trockensträuße wird er von Schnecken verschmäht. Strandflieder, auch Statice genannt, gedeiht ebenso gut im Topf.

Insektenglück: und wie!


Wenn Du Strandflieder magst, bekommst Du ihn HIER.

Foto: Janina Laszlo


11. SCHAFGARBE (Achillea)

Die Widerstandsfähige. Eine zauberhafte und ebenso robuste Begleitstaude mit duftenden Blättern und sehr langer Blütezeit von Juni bis Oktober. Die heimische Wildblume verträgt trockene und heiße Perioden ohne zu murren, ist bei Insekten, vor allem Schmetterlingen, sehr beliebt und uns auch als Heilpflanze gut bekannt. Schafgarbe ist ein perfekter Pflanzpartner, da sie eigentlich zu allem passt. Lustig zu beobachten ist der Größenunterschied je nach Standort: Normal nur um die 30 – 50 cm hoch, erreicht sie in nährstoffhaltiger Erde sogar locker 80 cm bis zu einem Meter. Im Kopf haben bei der Beetplanung!

Insektenglück: Volltreffer.

Es gibt sie in so vielen wunderschönen Farben. Meine liebste Mischung ist "Summer Berries".


Foto: Janina Laszlo

12. WILDE MALVE (Malva sylvestris)

Dieses wunderbare Geschöpf mit seinen dunkelpinken Blüten ist für mich der Inbegriff einer Sommerblume. Nicht nur für mich – auch Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge lieben sie. Die Wilde Malve gehört zu den heimischen Wildpflanzen, sie ist im Halbschatten ebenso glücklich wie in der Sonne, anspruchslos und einfach zu kultivieren. Das Sommerglück erreicht eine Wuchshöhe von ca. 120 cm, Blüten, Samen und Blätter schmecken auch im Salat (oder die Blüten getrocknet als Tee!) und sie ist winterhart.

Insektenglück: Dreimal darfst Du raten!

Alle Malven findest Du HIER.


Foto: Janina Laszlo


13. MAURETANISCHE MALVE (Malva sylvestris ssp. mauritiana)

Und wenn Du noch ein bisschen mehr Wums möchtest, dann nimm doch die mauretanische Malve!

Unkompliziert, blühfreudig, Wahnsinnsfarbe. So könnte man sie zusammenfassen.

Insektenglück: ABSOLUT!



14. BLAURAUTE (Perovskia)

Auch blau und auch sehr bezaubernd. Unkompliziert und pflegeleicht ist die Blauraute eine wundervolle Pflanze, die lediglich in strengen Wintern ein bisschen Schutz benötigt. Ab Ende Juli zeigen sich die zauberhaften Blüten. Auch im Steingarten kommt sie problemlos zurecht. Und düngen musst Du sie auch nicht. Ein Must-have, oder?!

Insektenglück: absolut!


15. FETTHENNE (Sedum)


Kein verrücktes Federvieh, sondern der Alleskönner schlechthin. In ihren fleischigen Blättern speichert sie Wasser, was sie gegen trockene Perioden wappnet. Ihre prächtigen Blütendolden sind vom Aufblühen bis zum Verwelken ein Highlight und bieten vielen Insekten bis in den Oktober hinein Nahrung. Sie ist auch im winterlichen Garten ein schöner Anblick.

Insektenglück: oh ja!


16. SALBEI (Salvia)

Der gemeine Salbei liebt Trockenheit – bloß keine Staunässe! Sehr genügsam und pflegeleicht, dankbar für ein relativ windgeschütztes Plätzchen in der Sonne oder im Halbschatten. Im Hochsommer, Juni bis August, schmückt er sein samtiges, wohlduftendes, silbriggrünes Laub mit violettblauen Blütenähren. Natürlich darf er in keiner Küche fehlen, lässt sich bestens trocknen und dann im Winter (gegen Halsschmerzen) mit ein bisschen Honig als Tee genießen.


Und in dem Zusammenhang: Kennst Du Buntschopfsalbei? Auch ein großartiger Kandidat. Und das Beste an ihm? Die unglaublich lange Blütezeit....

Buntschopfsalbei bekommst Du HIER.

Foto: Janina Laszlo


17. MOHN (Papaver)

Mohn kannst Du im Spätsommer (Cool Flower!) für das nächste Frühjahr aussähen. Oder schon im zeitigen Frühjahr. Dann hast Du im Sommer diese bezaubernden, seidigen Blüten in wunderschönen Farben im Beet. Mein absoluter Favorit ist Amazing Grey, dessen Blüten zwischen Blaugrau, Lila und Rosé variieren.

Mohn am besten immer direkt aussäen, er wird nicht gerne umgepflanzt.

Insektenglück: Auch er!

Das hier ist der unglaubich romantische Bridal Silk.

Foto: Janina Laszlo


18. BLAUE RASSELBLUME

Die klassische Sommerblume erweckt in mir das Bild einer sich im leichten Wind wiegenden Sommerwiese – vielleicht weil mich die Rasselblume an die Kornblume erinnert. Die anspruchslose, blau blühende Schönheit braucht viel Sonne und Wärme, lässt sich von Trockenheit nicht einschüchtern und sieht auch in der Vase toll aus. Die zweijährige Staude blüht von Juni bis September, wird bis zu 60 cm hoch und ist auch ein absolutes Insektenglück.

Gefällt sie Dir? Du findest sie HIER.


19. KAMILLE

Eine der ältesten Heilpflanzen – der Geschmack von Kamillentee dürfte jedem auf der Zunge liegen. Dieses äußerst anpassungsfähige Pflänzchen kommt gut mit allen Bedingungen zurecht, mag aber Staunässe gar nicht. Insekten lieben die heimische Wildpflanze, sie blüht von Juni bis September und kann geerntet werden, wenn sich die Blütenköpfchen vollständig geöffnet haben.

Insektenglück: yep!

Foto: Janina Laszlo


20. ROSENMALVE (Malva alcea)

Sie sollte in keinem Garten fehlen – die Rosenmalve ist ein wirklich genügsames Wesen. Ihr reichen ein Plätzchen in der Sonne und ein trockener, durchlässiger Boden, um uns – und die Bienen – von Juni bis September mit ihren einfachen zartrosa Blüten zu erfreuen. Eine heimische bedrohte Wildpflanze – mit der Rosenmalve trägst Du also auch zum Erhalt der Artenvielfalt bei.

Insektenglück: aber ja!

Zur Rosenmalve kommst Du HIER.

Foto: Janina Laszlo

21. SPANISCHES GÄNSEBLÜMCHEN (Erigeron karvinskianus)

Zugegeben – das spanische Gänseblümchen ist mir erst spät über den Weg gelaufen. Irgendwie habe ich es immer ignoriert und fand es nicht wirklich beachtenswert. Ein großer Fehler. Es blüht und blüht und blüht und blüht. Monatelang. Pausenlos. Und vermehrt sich so wundervoll. In Ritzen, in Mauern, in Beeten, in Töpfen. Leicht und filigran, wie ein Hauch und dann doch kraftvoll und überbordend an Blütenreichtum. Vollkommen anspruchslos. Es ist – wenn es nicht zu kalt wird – eine winterharte Staude und versämt sich brav.

Insektenglück: ist es!

Den Dauerblüher bekommst Du HIER.


22. ARGENTINISCHES EISENKRAUT (Verbena bonariensis)

Noch so ein Highlight! Ich kann gar nicht genug davon im Garten haben. Filigran schlängelt sich die Verbene (Verbena bonariensis) durch Rosen und andere Stauden und blüht unermüdlich. Sie vermehrt sich von selber (braucht in strengen Wintern ein bisschen Schutz), wird aber nie übergriffig, ist schön in Sträußen und die Schmetterlinge sind völlig aus dem Häuschen.


Soll das Eisenkraut auch Deinen Garten verzaubern machen? Du bekommst es HIER.


Hier habe ich noch ein paar Tipps für Dich, was Du sonst tun kannst:


Das Wichtigste überhaupt: Erziehe Deine Pflanzen. Durch häufige kleine Wassergaben werden sie faul und bilden hauptsächlich oberflächliche Wurzeln. Lieber selten, dafür dann aber durchdringend gießen. Mehr Informationen zum Thema "Richtig gießen" findest Du HIER.


Du kannst die Speicherfähigkeit Deiner Erde erhöhen, indem Du wasserspeicherndes Granulat oder spezielle Vliese in die Erde einarbeitest (falls Du Interesse hast, es gibt dazu bald noch einen eigenen Blogpost). Du benötigst dann zum Teil nur noch halb so viel Wasser. Ideal auch für Töpfe.


Gut zu wissen:

Eine allgemeine Faustregel, mit der man ziemlich sicher unterwegs ist: Pflanzen, die fleischige, speckige, raue oder behaarte Blätter haben, sind meistens gute Kandidaten für trockene Standorte.

Auch wichtig: Wer es trocken mag, braucht in der Regel einen vollsonnigen Standort. Und verträgt keine Staunässe.


Verzichte auf Wasserschlucker wie Hortensien (ich habe zwar welche, die stehen aber alle recht schattig und schaffen es meistens auch ganz gut durch den Sommer) oder Phlox. Und was benötigt ganz besonders viel Wasser? Natürlich Rasen.


Ganz wichtig: Hast Du frisch gepflanzt, braucht das Pflänzchen anfangs (in den ersten Wochen) immer Wasser. Und natürlich auch, wenn Du die Samen aussäest. Bitte unbedingt gießen.


Jetzt hätte ich noch einen Wunsch:

Erzähle mir doch gerne unten in den Kommentaren, mit welchen Pflanzen Du gute Erfahrungen bei Trockenheit gemacht hast.


 

Möchtest Du auch Klimahelden?

Diese zwölf Sorten habe ich Dir zusammengestellt. Klicke einfach auf das Foto!




Alle sind tolle Nahrungsquellen für Insekten und schenken uns üppige Blumen mit langer Blütezeit.

Du bekommst ein komplettes Paket mit meinen 12 liebsten Klimahelden, die alle perfekt auf einander abgestimmt sind.



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