WILDE GUMMI-BEERCHEN AUS DEM HERBSTGARTEN

31.08.2017

 

 

Jetzt ist für mich die schönste Zeit des Jahres.

 

Das Licht bekommt diesen ganz speziellen herbstlichen Glanz. Dahlien strahlen in den kräftigsten Tönen, der Tau bildet dicke Tropfen in zarten Spinnweben und die Rosen geben noch einmal ihr Bestes.

 

Inmitten dieser Farbpalette leuchtet das dunkle Lila von Holunderbeeren und wilden Brombeeren, für mich unwiderstehlich. Gerade bei den Brombeeren nehme ich gerne zerkratzte Unterarme in Kauf. Ab ins Körbchen!

 

 

 

Meine Großmutter Mamette aus der Provence machte im Herbst immer Pâte de Coing. Quittenkonfekt, das auf dem Dachboden trocknete und an Weihnachten als eines der traditionellen 13 Desserts serviert wurde. 

 

Auf ihrem Rezept basierend, habe ich mit Brombeeren und Holunderbeeren experimentiert. Herausgekommen sind fruchtiges Brombeerkonfekt und Holunderbeer-Röschen.

 

 

 

 

 

 

Für das Brombeerkonfekt (je nach Dicke ca. 20 Stück) braucht Ihr:

 

  • 300 g Brombeeren 

  • 100 g geschälte, gestückelte Birnen

  • 400 g Zucker

  • Saft von einer Zitrone

 

Zubereitungszeit: 30-40 min plus Trockenzeit (je nach Dicke)

 

So wird’s gemacht:

 

Die Brombeeren mit den Birnen und dem Zucker zum Kochen bringen. 

15-20 min köcheln, dann den Zitronensaft mit der Masse verrühren. 

Das Ganze pürieren (je länger, desto weniger ist von den kleinen Brombeerkernen zu spüren). 

 

Dann auf ein mit Backpapier ausgelegtem Blech, Tarteform oder in Silikonförmchen gießen und glattstreichen. Je dünner, desto schneller trocknet die Masse und umso eher kann man das Konfekt genießen. Bleibt es etwas dicker, wird es saftiger. 

 

An einem vor Naschkatzen geschützten Ort trocknen lassen (kann schon 2 Wochen dauern…). 

 

Ideal ist es, die Masse ab und zu zu wenden. Daher empfiehlt es sich, lieber mehrere kleine „Fladen“ als einen großen zu haben. Wer es eiliger hat, kann das Ganze auch im Ofen bei ca. 50 Grad trocknen, bis es sich außen trocken anfühlt und einigermaßen einfach wenden lässt. 

 

Ist es soweit, bestreut die obere Seite mit Zucker (dann läßt es sich leichter bearbeiten), schneidet Vierecke aus oder stecht mit Plätzchenförmchen aus wozu Ihr Lust habt. Bestreut alle Seiten mit Zucker. Fertig!

 

 

 

Holunderbeer-Röschen

 

Als Basis brauchen wir hier Fruchtleder (oh, wie ich dieses Wort unpassend finde, aber mir fällt kein besseres ein, das schöner und leckerer klingt… Vorschläge gerne an mich!). Das Rezept ist aber sehr ähnlich wie oben.

 

Das braucht Ihr für ca. 10 Röschen:

 

  • 300 g Holunderbeeren

  • 100 g geschälte Äpfel, in Stücken geschnitten

  • 200 g Gelierzucker 3:1

  • 1 TL Zitronensäure

 

Zubereitungszeit: 30 min plus ca. 2 Stunden Trockenzeit im Ofen

 

Und wie beim Brombeerkonfekt bringt Ihr Holunderbeeren, Äpfel, Zucker und die Zitronensäure 10 Minuten zum Kochen. Dann wird das Ganze auch hier püriert und auf ein Backpapier sehr dünn verstrichen (ca. 2 mm dick). Trocknen lassen. Ich habe es im Ofen ca. 2 Stunden bei 50 Grad getrocknet.

 

Wenn sich die Fläche gummiartig und trocken anfühlt, streut ein bisschen Zucker drauf und rollt sie zu einer Schnecke ein. Dann schneidet 2 cm lange Stücke ab. Aufstellen und nochmal oben drüber mit Zucker „beschneien“.

 

 

 

Genießt.

 

 

 

 

 

 

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